Marmeladebuchteln

Herrlich – wie das schon duftet! Es geht wohl doch nichts über österreichische, traditionelle Küche mit Oma’s Wurzeln. Mit Vanille, Marmelade, Nougat oder doch nur Staubzucker – wie esst ihr Buchteln am liebsten? Alleine der Gedanke daran reicht, um Speichel im Mund zu produzieren. Neulich war ich wieder zu Besuch in Oma’s guter Stube – da waren so luftige Teigdinger am Tischlein gedeckt. Ich hatte sie schon Ewigkeiten nicht mehr genascht, diese köstlichen Buchteln, wie wir sie nennen. Eines war da aufjedenfall klar, DIE muss ich zuhause backen. Keine Woche hatte es gedauert, platzierte ich sie so schön wie Oma auf unsere Kaffeetafel 😉

Aufgrund der großen Nachfrage habe ich für euch einen anderen Bericht in meinem Plan nach hinten geschoben, den dafür durch diese Buchtelliebe ersetzt. Wichtig bei der Zubereitung ist lediglich EURE Geduld. Der Teig braucht seine Zeit zum Ruhen, so wie auch wir manchmal einfach faul sein und nichts tun wollen. So braucht auch der Teig seine Gehzeit, um perfektes Ergebnis gewährleisten zu können. Ansonsten scheitert kaum jemand in der Zubereitung. Das Händchen zum Formen der Kugeln habt ihr ganz bestimmt nach zwei bis drei Versuchen parat. Schon steht eurer heutigen Kaffeetafel nichts mehr im Weg.

Und? Könnt ihr sie auch bis in euer zuhause riechen? Ich habe mich bei diesem Versuch an etwas kleineren Buchteln gewagt, hier war also mehr Fingerspitzengefühl beim Formen der Bällchen gefragt – um zugleich auch das Kleckern von Marmelade zu vermeiden. Außerdem finde ich sie optisch viel süßer, wenn sie im Miniformat am Teller dekoriert sind und für Kiddies so oder so klarer Vorteil – denn die nehmen sich so eine Wuchtel glatt in die Hand und ziehen Fingerfood wohl vor, was ich auch absolut verstehen kann. Oder hat da jemand andere Erfahrungen? 😉

Mit großem Abstand ist die Marillenmarmelade im Normalfall DIE klare Nummer eins, die ich für die Füllung wähle. So irgendwie musste aber dann doch Neues her und heuer hatte ich das erste Mal „Kriachal“, also auf deutsch, gelbe Pflaumenmarmelade eingekocht und ich bin richtig überzeugt davon! Ihr jetzt auch? Dann nichts wie ab zum Rezept – ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und freue mich auf das eine oder andere Feedback,

eure Gaumenschmaus

Zubereitungszeit: mehr als 60 min
Zutaten für eine runde Form (26cm Durchmesser):

150 g glattes Weizenmehl
100 g Dinkelmehl
10 g Germ
30 g Zucker
40 g weiche Butter
2 Eidotter
Mark 1 Vanilleschote
Abrieb 1 Zitrone

flüssige Butter zum Tunken
Gelbe Pflaumenmarmelade

Zubereitung:

Milch erwärmen, in eine Schüssel geben und den Germ darin auflösen. Etwa 50 g vom Weizenmehl zugeben und glattrühren – das ist unser Dampfl, abgedeckt ca. 15 Minuten rasten lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und so lange kneten und abschlagen, bis sich der Teig schön geschmeidig vom Schüsselrand löst. Wieder zudecken und eine weitere Stunde gehen lassen (der Teig soll sich danach verdoppelt haben). Den Teig auf einer Arbeitsfläche kurz durchkneten, einen Stollen formen – dann 1,5 cm dicke Radl’n abschneiden. Das hängt übrigens ganz davon ab, wie groß eure Buchteln werden sollen. Mit einem 1/2 TL Marmelade füllen – verschließen – kurz in der flüssigen Butter schwenken und in eine gebutterte Form schlichten. Die Buchteln werden bei 180 Grad Heißluft ca. 20-30 min gebacken. Nach dem Auskühlen noch mit Staubzucker bestreuen oder mit Vanillesauce servieren!


 

Schreibe einen Kommentar